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Geising ist eine
Kleinstadt in Sachsen im östlichen Erzgebirge unweit der
tschechischen Grenze. In einem breiten Tal ziehen sich die
Schiefer gedeckten Häuser des Städtchens. Erreichbar ist das
Gemeindegebiet über die Bundesautobahn 17 oder die
Müglitztalstraße. |
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| Ortsbeschreibung und
Geschichte |
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Die Anlage von
Geising erfolgte im Zusammenhang mit dem im Umfeld vorrangig auf
Eisen, Silber und Zinn betriebenen Bergbau. Bereits 1375 fanden
Eisenerzgruben bei Gewsing eine erste Erwähnung. In die Zeit des
Fündigwerdens der Altenberger Zinnlagerstätte fällt 1449 die
Nennung eines Smedewerg im Gewsing (Schmiedewerk in Geising).
Dieses befand sich wahrscheinlich zusammen mit weiteren
Erzwäschen, Hammer- und Hüttenwerken auf der westlichen Seite
des Geisingbaches, welcher zugleich die Grenze zwischen den
Herrschaften Bärenstein und Lauenstein bildete. Die sich um die
Verarbeitungsanlagen entwickelnde Ansiedlung erhielt als
Altgeising 1453 das Stadtrecht. Daraufhin gründeten die
Lauensteiner Burgherren im Auftrag von Kurfürst Friedrich II.
1462 am östlichen Bachufer Neugeising, welches sofort städtische
Rechte erhielt. Beide Siedlungen schlossen sich 1857 zur Stadt
Geising zusammen. |
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Das Geisinger
Stadtzentrum steht als historische und gut erhaltene
Siedlungsanlage weitgehend unter Denkmalschutz. Da die Stadt im
Laufe ihrer Entwicklung von größeren Bränden verschont wurde,
blieb der Grundriss Geisings seit dem 16. Jahrhundert nahezu
unverändert erhalten. Unter den teils in Fachwerk-, teils in
Umgebindebauweise errichteten Häusern ragt das sogenannte
Saitenmacherhaus hervor. Das 1688 errichtete Fachwerkhaus mit
steinernen Erdgeschoss verfügt über ein Sitznischenportal. Im
Gebäude befand sich 1691–1902 eine Zinngießerei. Die Stadtkirche
wurde 1689 erbaut und beherbergt einen wertvollen Altar mit
Bergmannsleuchtern. Das im Jahr 1908 errichtete Rathaus steht
ebenfalls unter Denkmalschutz. |
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Zur Stadt
Geising gehören die Ortsteile Fürstenau (mit Gottgetreu und
Müglitz), Fürstenwalde (mit Rudolphsdorf und Kratzhammer),
Liebenau und Löwenhain sowie der Stadtteil Lauenstein. |
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